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Ein Keller voller exotischer Frösche

Vor der Anschaffung

Wer Pfeilgiftfrösche, oder andere tropische Frösche im Terrarium pflegen möchte, sollte sich VOR der Anschaffung, über die Tiere informieren!

Hierfür gibt es tolle Bücher, oder aber das Internet. Wer trotz guter Literatur noch Fragen hat, kann diese z.B. unter 
www.dendrobatenforum.info, an erfahrene Halter stellen. Auch kann man über Facebook viele Froschhalter kontaktieren. Dort gibt es zahlose Gruppen rund um dieses Thema. Durch die Schnelllebugkeit der Seite ist es in meinen Augen allerdings keine Allternative zu echten Fachforen!

Aber bitte, manche Fragen werden zum 1000. mal gestellt und sind schon sehr oft beantwortet worden. Versucht erst mal selber, z.b. mit Hilfe der Suchfunktionen, die passenden Antworten zu finden. Da kann man dann auch vernünftige Antworten lesen. Bitte lest euch viele Antworten durch, oft sind echte "Möchtegernspezialisten" unterwegs, die das beantworten von Fragen besser sein lassen sollten

Oft ist auch ein Besuch bei einem erfahrenen Halter Gold wert.

Ruft mal einen in Eurer Nähe an - er wird Euch bestimmt gerne behilflich sein.
Fröschler sind nette Menschen

 




 

Dinge wie: Stromkosten, Wasserversorgung (Menge/Qualität), Futterversorgung (nicht nur mit Drosophila), Urlaubsvertretung, Klimastabilität am Aufstellungsort (z.B. Überhitzung im Dachgeschoß (Klimaanlage?)), usw. sollten vor Anschaffung der Frösche überprüft bzw. gesichert sein.

Sehr vereinfacht möchte ich hier die Vorgehensweise beschreiben. Bitte kauft nicht irgendwo Frösche, ohne ein gutes, gut eingelaufenes Terrarium zu haben.

Erst muß man ein Becken fertig einrichten (gerade hier werden die meisten Fehler gemacht) und einige Wochen "laufen" lassen.
Hier möchte ich gerne auf die Seite "Tips zur Einrichtung" meiner Homepage verweisen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind in der Zeit gut zu überprüfen. Dies sollte auch an verschiedenen Tageszeiten geschehen - morgens hat ein Becken z.B.durch die noch kalte Beleuchtung,die Raumheizung, oder evtl.  Sonneneinstrahlung, ein anderes Klima als abends. Man sollte auch an verschiedenen Orten im Becken messen.(Stichwort: Temperaturgefälle - oben/unten) 
Pflanzen brauchen einige Zeit, um anzuwachsen. Erst wenn sie stabil sind, entwickelt sich z.b.in einer dichtbepflanzten Ecke, ein anderes Klima als an einer offenen Stelle im Terrarium.

Ist alles O.K.  für die gewünschten Frösche, können die Tiere eingesetzt werden.

Hier noch ein Tip, gerade für den Anfänger:
Es sollten nicht umbedigt Wildfänge sein. Aus Gründen des Artenschutzes, aber auch aus Gründen, wie evtl. Krankheiten der aus der Natur entnommenen Tiere (z.b.Cytridiomykose, Würmer, Flagellaten usw.) sollten Wildfänge besser in die Obhut von erfahrenen Haltern !!

Achtung! Wildfänge besitzen, ihrer Art entsprechend, natürlich immer noch ihr giftiges Hautsekret, was bei Kontakt durchaus zu Hautreizungen und brennenden Schleimhäuten führen kann!!! Frösche mit tötlichem Gift (z.B. Phyllobates terribilis) werden schon seit Jahren nicht mehr importiert.

Es gibt von den meisten Pfeilgiftfroscharten gesunde Nachzuchten beim Züchter zu erstehen.

Wer das beherzigt, wird von bösen Überraschungen weitgehend verschont und hat auch dauerhaft Spaß an seinen gesunden Pfleglingen.

Bei Pfeilgiftfröschen handelt es sich um, nach WA II geschüzte Tiere.  Die meisten sind bei der entsprechenden Behörde zu melden.
Es ist muss darauf geachtet werden, dass die entsprechenden Papiere, wie der Herkunftsnachweis und bei WF auch die Cites-Bescheinigung beim Kauf ausgehändigt wird.

In NRW ist die "Untere Landschaftsbehörde" das zu kontaktierende Amt. Man sollte sich frühzeitig damit auseinandersetzten und am besten vor dem Kauf mit ihr Verbindung aufnehmen. In anderen Bundesländern sind es evtl. auch andere Behörden.
Nähere Infos unter:
www.bfn.de/0305_regelungen.html
de.wikipedia.org/wiki/Washingtoner_Artenschutz%C3%BCbereinkommen


Da die Behörden leider die seit 2006 gängigen Artnamen (Ranitomeya, Oophaga u.a.) noch immer nicht übernommen haben, gibt es evtl. Probleme und unangenehme Fragen.
Eine offizielle Liste der behördlich gültigen Namen findet Ihr hier:
http://www.wisia.de


Hat man sich für den Erwerb der Frösche entschieden, muß man auch an eine gut isolierende Transportmöglichkeit denken.

Kleine, kostengünstige Styropurboxen kann man mit etwas Freundlichkeit in vielen Apotheken bekommen. Ansonsten kann man auch Kühlboxen nehmen.

Die Frösche sollten immer, egal ob im Sommer, oder im Winter, temperaturstabil transportiert werden. Schon kurze Momente einer Unterkühlung, oder Überhitzung könnten zu Schäden führen.

Im Winter reicht schon eine kleine Plastikflasche mit temperiertem Wassrer als Heizung aus. Diese muß natürlich so in der Box befestigt sein, dass sie nicht in jeder Kurve über die Dosen mit den Fröschen rollt. Ein Handtuch als Stütze hat sich bewährt.

Vielen mag das hier überflüssig erscheinen, aber leider habe ich schon oft  Dinge erleben müßen, die mit etwas Überlegung locker hätten vermieden werden können.
Ich denke man kann das nicht oft genug sagen.